Pourqoui pas?
Unglaublich, nicht?
Was erwartet ein Leser, der gelangweilt, wirklich absolut gelangweilt und ohne erkennbares Ziel, im WorldWideWeb herumschwebt und dann zufälligst auf einen Blog stößt?
Die Tatsache, dass man besseres zu tun hat, als im Netz zu surfen sei dabei mal außen vor gestellt. Schließlich tut’s ja jeder. Fast. Zumindest nahezu.
Was erhofft man sich? Voyeuristisch in das Leben eines anderen hineinblicken und sich an seinen Gedanken zu ergötzen? Wahrscheinlich.
Oder doch lieber seinem eigenen Alltag entfliehen und sich in der virtuellen Welt verlieren. Das tun wir alle, sogar ich. Im Moment. Moralpredigten über den sittlichen Nährwert von Internet-Publizistik, die Durchsichtigkeit einer Privatperson, das alles sind normale „Probleme“, die gar nicht wirklich in unserem Alltag stattfinden, aber trotzdem irgendwie da sind. Fragt mich nicht, warum ich hier so etwas schreibe. Ich tu’s einfach. Ganz einfach so. Mit einem Klick.
Gefangen. In der Welt, die gar keine ist. In sich selbst.
Komisch, nicht wahr?
Wie sagte noch der gute Rousseau:
„Cogito ergo sum!“
Manchmal habe ich das Gefühl, dieser simple, kleine Satz trifft nicht ganz zu. Zumindest im Hinblick aufs Denken. Bei manchen Menschen zumindest.
Maxl
Weltensammler?
Ja, seit längerer Pause wollte ich mich dann doch mal wieder zurückmelden…
Wie der Titel vielleicht schon sagt, beschäftigt mich zurzeit ein Buch von Trojanow ungemein; Der Weltensammler. Basierend auf den Reiseberichten und Tagebucheinträgen von Sir Richard Francis Burton hat besagter Trojanow einen Roman verfasst – der es in sich hat. Klar; hier wird niemand auf den ersten 10 Seiten um die Ecke gebracht, und nein es ist auch kein Science-Fiction Roman.
Vielmehr überzeugt der Autor durch die Darstellung der Persönlichkeit Burtons; im Laufe des Buches passt sich dieser immer mehr der indischen Kultur an – Burton wurde im 19. Jahrhundert nach Indien versetzt um dort Soldaten eines Maharaja auszubilden und zu schulen.
Man bekommt einen völlig neuen Eindruck vom 19 Jahrhundert, von seinem Flair, von der Abneigung der Inder gegenüber den sogenannten Firengi (den Briten) und ihrer Art zu leben.
Ich kann das Buch eigentlich nur jedem empfehlen, der sich für so eine GEschichtsepoche, diesen Abschnitt interessiert und dem es viellicht nicht darum geht unbedingt einen Actionthriller zu lesen sondern sich in einen Traum, in eine ferne Welt hineinzuversetzen.
Bis denne
Euer Maxl
Sankt Petersburg, 13 Juni 2008, 9:16 Ortszeit
Jaja,
leider war es mir aufgrund zeitlicheer Engpaesse nicht vergoennt, die letzten 2 Tage einen Eintrag zu verfassen. Deswegen werde ich im folgenden Tag 2 und # in Sankt Petersburg kurz und knackig zusammenfassen.
Tag 2
Wir fahren mit einem gemieteten Bus (eine Frau, die uns ganz viele Dinge erzaehlt, war auch mitgebucht worden) durch die Stadt Sankt Petersburg. Drei wichtige Monumente erwarten uns an diesem Tag; die Aurora (ein altes Kriegsschiff aus dem, wenn ich richtig verstanden habe, Russisch-Japanischem Krieg), die Sankt Nikoluas Kathedrale; eine Kathedrale, die den auf See gebliebenen Seefahrern geweiht wurde, und schliesslich das fuer mich am beeindruckendsten erscheinende Bauwerk die Isaaks-Kathedrale, die in der Mitee des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Danach treffen sich viele der deutschen Austauschschueler mitsamt ihren Russen bei meiner Russin (Lehrer waren nicht dabei).
Tag 3
Dieser Tag war schon etwas komplizierter, der sogenannte Familientag, an dem komischerweise nur die Austauschpartner und wir teilnehmen, verlaeuft etwas chaotisch, da unsere Russen nichts geplant haben. Zuerst fahren wir mit der Metro, die uebrigens bis zu 80 Meter tief unter der Erde liegt – man braucht mit der Rolltreppe zweieinhalb Minuten) sind wir ins Stadtzentrum gefahren, haben uns eine Geisterbahn, die gar nicht gruselig war, angeguckt, beim Maeckes gegessen, sind dann schliesslich bis ins Herz von Sankt Petersburg vorgedrungen und haben uns dort mitunter eine Militaerparade angeschaut. Neben unterschiedlichen Bauten, die wir im vorbeigehen begutachten konnten, haben wir auch das weltberuehmte Winterpalais der Eremitage passiert. Schliesslich wars dann auch schon sechs Uhr und wir mussten sehen wie wir nach Hasue kommen, denn Deutschland spielt ja schliesslich gegen Kroatien. War dann ja nicht so toll. Aber: als kleines Trostpflaster; bis auf die paar verpatzten Torchancen in der ersten Haelfte hat OESTERREICH wirklich sehr gut gespielt. War dann ja auch ein 1:1. Besser als nix.
Ja und jetzt sitze ich, vor der Innenbesichtigung der Eremitage, bei miener Russin im Wohnzimmer und hacke diesen Text innen PC. Hoffebtlich haeltsich das Wetter und hoffentlich wird et interessant.
Bis dann,
Laeuft!
Euer Maxl
Sankt Petersburg, Tag 1
So, hier bin ich also.
Nach einem etwa zweieinhalbstuendigen Flug und etlicher Sicherheitskontrollen, befand ich mich dann, voellig beeindruckt vom russichen Way of Life auf dem Flughafen Pulkovo, ein Bau der seinem Namen alle Ehre macht (ich habe so etwas haessliches noch NIE gesehen). Nunja, wir warteten dann erst einmal vergeblich (zunaechst) auf unsere russischen Gastfamilien, wobei ich sagen muss, dass meine mir zugeteilte Partnerin die erste war, die da war (toll ne?).
Nunja, dann ging es mit dem Taxi durch die schier unendlich weite, sumpfig-feuchte Landschaft, die die Stadt Sankt Petersburg in ihren Aussenarmen tangieren. Nach knapp einstuendiger Fahrt ( kam mir vor wie ne halbe Ewigkeit) kamen wir dann schliesslich an, war ja schon von vorneherein klar, dass es eine Trabantensiedlung werden sollte, aber ich konnte mir nicht wirlich etwas unter solchen Hochhaussiedlungen vorstellen. Bis ich sie dann in Natura sah. Oh Mann.
Gut, nachdem ich dann mein Zimmer beziehen durfte, ging an mit mir zum Supermarkt um Zucker zu kaufen. Im Anschluss gab et drei mal maechtig viel zu essen, bis wir dann um 6 uhr (ich hab zwischendurch noch ein Schlaefchen gemacht) auf eine Bowlingbahn in son Vergnuegnungscenter. War recht lustig. Und nun sitze ich total ermuedigt vor dem Computer meiner Gastrussin und schreibe diesen kleinen Bericht. Fotos folgen bald noch.
Resumee des Tages: Ein total interessantes Land, was sich von voellig ungewohnter Seite zeigt< der Lebensstandard ist mit dem in Deutschland beziehungsweise mit dem an den viele Deutsche gewohnt sind nicht zu vergleichen. Aber es geht trotzdem – und wie es geht!
Hoffe Ihr hattet einen schoenen Tag
laeuft!
maxl
Auf nach Russland!
Ja, morgen ist es soweit; ich fahre zusammen mit einer Schülergruppe (ich glaube 14 Teilnehmer) ins wunderbare Sankt Petersburg; nur leider gibt’s da einen Nachteil – da isset gar nicht so schön; will heißen Wetter ist nicht gut.
Obwohl gerade Weiße Nächte sind, durch die nördliche Lage und den Winkel, den der Globus zu dieser Jahreszeit zur Sonne bildet, wird es erst ab drei Uhr morgens ansatzweise dunkel, speilt das Wetter nicht gerade besonders gut mit; prognostiziert sind Regenschauer und Temperaturen, die sich im Bereich von elf bis 18°C abspielen.
Nunja, da ich das weiß, kann ich mich ja schon einmal rüsten; will heißen Regenjacke, lange Hose(n) et cetera.
„Meine“ Russin sagt im Moment übrigens gar nichts mehr; nach meiner letzten Mail vor, ich glaube fünf bis sechs Tagen, kam keine Antwort. Vielleicht hab ich sie vergrault. Nunja ich versuche meinen Computer nach Russland mitzunehmen, kann aber für nichts garantieren. Über die Zeit werde ich mir wohl keine Gedanken machen können – ist ganz einfach zu wenig Zeit vorhanden. Der gesamte Tagesablauf, ja, die gesamte Woche ist strikt durchgeplant, wir werden mit russischer Kultur geradzu „verdroschen“.
Nunja,
einen schönen (in Deutschland weitestgehend sonnigen) Montag noch
läuft!
Maxl
EDIT: Ich habe mich aufgrund schlechter Erfahrungen mit dem russischen Zoll (mein Vater wusste so einiges zu berichten) dagegen entschieden, meinen Laptop mitzunehmen; muss wohl darauf hoffen, dass mich die Russin an ihren Computer lässt.
Colgate und Dr. Best
Jaja, heute morgen kam mir während des Zähneputzens ein wundersamer Gedanke:
Was ist verdammt noch mal Zeit?
Ich meine, wir leben und leben, die Zeit schreitet unaufhaltsam voran, aber was genau ist diese vierte Dimension, die uns in unserem Tun auf eine temporäre Art und Weise beschränkt beziehungsweise Möglichkeiten gibt?
Einstein hat schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts in seiner Relativitätstheorie folgenden Gedanken aufgestellt: Aufgrund von Versuchsergebnissen ist die Zeit für jeden Menschen auf eine gewisse Art und Weise subjektiv; will heißen jedes Individuum empfindet [kann!] Zeit anders. Vielleicht habt ihr schon mal davon gehört; irgendein kluger Physiker, der Einsteins Theorie – die ja so ganz nicht nachweisbar ist (nur so am Rande: Einstein hat nur für die Quantentheorie den Nobelpreis erhalten, nicht für die Relativitätstheorie) – untermauern wollte, hat zwei Flugzeuge mit zwei zeitgleich laufenden Uhren an Bord auf einen Flug um den Äquator geschickt; das eine rechtsherum (gen Osten) und das andere linksherum (gen Westen). Was bei diesem Versuch schließlich herauskam, war unglaublich verblüffend. Eine der beiden Uhren ging deutlich nach, fragt mich jetzt bitte nicht in welchem Flugzeug die herumgelegen hat, dafür müsste ich jetzt aufstehen und nachgucken, auf jeden Fall war aber zumindest teils bewiesen worden, das Einstein mit seiner Theorie durchaus den richtigen Ansatz (Rest is ja momentan nicht nachweisbar) verfolgt hat.
All diese Gedanken verfolgten mich also während des Zähneputzens; was mich aber so beschäftigt hat war nicht nur die physikalische „Erklärung“ der Zeit, sondern auch die Beschaffenheit, ja vielleicht sogar eine Welt ohne Zeit. Wäre so etwas möglich? Gäbe es dann auch die Möglichkeit einer Welt ohne Raum,ohne Dimensionen, aber daür mit Zeit? Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen… Zeit, das ist was, was da ist, unbegreiflich und doch alltäglich. Es gehört zu unserer Welt dazu zu unserem Universum. Doch was war VOR dem Universum vor dem Zeitalter der Zeit und, wenn ich der Urknalltheorie folge, vor dem Nichts???
Bis dann und noch einen schönen Sonntag
läuft!
Maxl
Barack? Hilläry?
Ja diese Frage habe ich mir heute beim Glotzen gestellt.
Während ich nun die Sat.1 Nachrichten genoss, faselte dieser penibel geschniegelte Mensch hinter der Mattscheibe auf einmal etwas von der Abschlussrede Hillary Clintons; die, ich zitiere, in einigen Minuten erwartet werden würde. Nun, dachte ich mir, zappste doch mal auf CNN, dem Nachrichtensender deines Vertrauens.
Und was sehe ich da; der Anzugträger hatte Recht, Hillary Clinton hält ihre Abschlussrede vor hunderten von Menschen in Washington, D.C.. Was mich wirklich beeindruckt hat, war die Tatsache, dass sie ihren eigenen politischen Kurs eher vernachlässigt hat und sich auf die Gesamtheit der Demokraten, allen voran jedoch Barack Obama bezogen hat. Der Aufruf, nun die „große Familie“ der Demokraten zu unterstützen und somit Obama ins Oval Office zu geleiten verfehlte seine Wirkung ganz und gar nicht.
Ein weiterer Punkt auf den Clinton ihre Rede, die zirka 20 Minuten dauerte, stützte war eine, wie sie sagte, unglaubliche Neuerung; einen Schwarzen und eine Frau als Präsidentschaftskandidaten hervorzubringen. Was natürlich auch allerhöchste Zeit war, wie ich finde. Man muss ganz einfach aus diesen Stereotypen herauskommen; klar, der amerikanische Patriotismus ist nicht vergleichbar mit unserer Beziehung zur inneren Politik und zu unserem Staat Deutschland, aber ma muss den Amis ja irgendwo auch noch ein grünes Blatt lassen.
Was mich persönlich nur etwas gestört hat war, dass sie sich hauptsächlich auf die Verbesserung des Insurance System (Krankenversicherung) gestützt hat, war aber auch das einzige Manko.
Nunja ich hoffe ihr hattet einen schönen Samstag
läuft!
Maxl
Man… Riesen® sind ne dolle Erfindung
Durchaus.
Gestern besuchte ich zusammen mit meiner werten Klasse unsere geliebte Stadt Köln, ja Köln, Hort der rheinischen Kultur, d
er Kunst und, ja, auch Hort der gastronomisch ungöaublich anspruchsvollen (!) Brauhäuser. Nachdem wir uns also durch den Dschungel von knipsenden Japanern auf der Domplatte gekämpft hatten, setzen wir unseren Weg vom Kölner Hauptbahnhof geradewegs zum Kölner Schauspielhasu fort; dort so hatte es unser Deutschlehrer geplant, sollten wir an einem Workshop teilnehmen, vorbereitend auf das Stück „Der Menschenfeind“ von Molière. War dann auch ganz gut, hat eigentlich ziemlich Spaß gemacht; wir sollten verschiedene Rollen des Stücks verkörpern und die Charaktere leben; wirklich Interessant mal von diesen ganzen TV-Stereotypen loszukommen und mal was kreatives unterhaltsames zu machen.
Nunja als wir dann mit dem Workshop fertig waren, hat unser Klassenlehrer ein Treffen mit uns und seiner Tochter (von Beruf Archäologin) arrangiert. Sie hat uns dann unter dem gesamten Dom hergeführt was wirklich spannend war…
Am Abend dann haben wir uns noch das Theaterstück genehmigt, sehr interessant und ich war wirklich überrascht, was für eine Wirkung ein Theaterstück auf das Publikum machen kann; einfach nur genial. Die Schauspieler waren auch große Klasse; war eine moderne Inszenierung, also der alte Text mit etwas moderneren Kostümen und Requisiten.
Nuja; wie dem auch sei…
Bleibt sauber und
läuft!
Maxl
Hier bin ich also…
Wie wahr, wie wahr…
und bald ehrlich gesagt auch schon wieder weg; denn es geht nach Russland, genauer gesagt nach Sankt Petersburg, und ich bin gelinde gesagt gespannt in welcher Trabantensiedlung ich landen werd’.
Für die, die mich nicht kennen nur mal kurz vorab; meine Schule hat eine Partnerschule in Russland, sprich Sankt Petersburg. Mit dem Verein wird jedes Jahr ein Austausch veranstaltet, bei dem russische Schüler, die meist 1-2 Jährchen jünger sind, und deutsche Schüler „zusammengefürht“ werden. Wer ein bisschen über Russland respektive russische Großstädte gelesen hat, der weiß, dass da nicht immer alles rosig ist; Mietshäuser mit bis zu 200 Parteien, riesige Wohnsiedlungen, die abertausende von Menschen beherbergen und nur dazu dienen die „Masse“ möglichst platzsparend, zentriert und ökonomisch unterzubringen. Ich hab mir ja mal sagen lassen, dass man sich nicht erschrecken soll, wenn man besagte Häuser betritt; die Flure sollen (wie gesagt; Hörensagen) vollgestopft sein mit Mülltüten und allem erdenklichen anderen Kram, den man bei uns im „sauberen“ Deutschland natürlich NIE vorfinden würde.
Wie dem auch sei, meine Wenigkeit hat ein Mädchen zugewiesen bekommen, die sich auf bereits ausgetauschten Fotos (zwecks Wiedererkennung am Flughafen Pulkovo) doch recht offenherzig zu zeigen scheint, will heißen man lässt tief blicken (wer’s anziehend findet). Was ich mich nur momentan frage ist folgendes: Was will sie mir mit diesem Foto überhaupt sagen???
Wird doch wohl keine Hintergedanken haben die Gute. Abgesehen davon, ist man ja da um was zu erleben und sich nicht nur mit irgendwelchen pubertierenden, vor hormonen strotzenden Russinen herumzuärgern. Bestimmt is die gar nicht so schlimm… hoffentlich zumindest.
Also;
läuft und bis denne
Maxl
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